Was verdienen Sekretärinnen und Sekretäre?

Lohnspiegel.de - Einkommen von Sekretärinnen und Sekretäre in Deutschland


Das Bruttomonatseinkommen von Sekretärinnen und Sekretären beträgt auf Basis einer 38-Stunden-Woche ohne Sonderzahlungen durchschnittlich 2.400 Euro. Zu diesem Ergebnis haben bei der Online-Umfrage des LohnSpiegelrund 2230 Sekretärinnen und Sekretäre beigetragen. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Betriebsgröße: In Betrieben mit mehr als 500 Beschäftigten verdienen die Sekretärinnen und Sekretäre im Durchschnitt 2.819 Euro - deutlich mehr als die Beschäftigten in Betrieben mit weniger als 100 Beschäftigten, die auf 2.215 Euro kommen.

Sekretärinnen

 

Die Auswertung kommt unter anderem zu folgenden Ergebnissen:

Berufserfahrung: Das Monatseinkommen von Sekretärinnen und Sekretären mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung beträgt im Schnitt 2.001 Euro, bei zehn bis vierzehn Jahren Berufserfahrung steigt es auf rund 2.430 Euro und bei mehr als zwanzig Jahren Berufserfahrung klettert es auf rund 2.628 Euro.

Branchen: In der chemischen Industrie werden die Sekretärinnen und Sekretäre mit durchschnittlich 3.127 Euro am besten bezahlt, gefolgt von der Metallindustrie mit 2.850 Euro und den Finanzdienstleistungen mit 2.682 Euro. In der Energie- und Wasserversorgung beträgt das durchschnittliche Monatseinkommen 2.480 Euro und im Handel 2.339 Euro. Darunter liegt noch das Baugewerbe mit durchschnittlich 2.231 Euro, die öffentliche Verwaltung mit 2.187 Euro und das Grundstücks- und Wohnungswesen mit 2.162 Euro (siehe auch die Grafik oben).

West – Ost: Während die Sekretärinnen und Sekretäre in Westdeutschland im Durchschnitt 2.478 Euro erhalten, bekommen sie in Ostdeutschland nur 1.991 Euro. In den neuen Bundesländern verdienen damit Sekretärinnen und Sekretäre rund 20 Prozent weniger als ihre Kolleg/innen in den alten Bundesländern.

Tarifbindung: Sekretärinnen und Sekretäre profitieren von der Tarifbindung. In tarifgebundenen Betrieben liegt ihr Monatseinkommen mit durchschnittlich 2.669 Euro rund 15 Prozent über dem Gehalt ihrer Kolleginnen und Kollegen in nicht tarifgebundenen Betrieben.

Komplette Untersuchung des WSI-Tarifarchivs in der Hans-Böckler-Stiftung (PDF, 70 kB)

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