Was verdienen Versicherungskaufleute?

Lohnspiegel.de - Einkommen von Versicherungskaufleute in Deutschland

Das Bruttomonatseinkommen von Versicherungskaufleuten beträgt auf Basis einer 38-Stunden-Woche ohne Sonderzahlungen durchschnittlich 3.422 Euro. Je nach Branche variiert dieses Einkommen zwischen 2.654 Euro und 3.920 Euro. Zu diesem Ergebnis haben bei der Online-Umfrage des LohnSpiegel 570 Versicherungskaufleute beigetragen. Erfahrung zahlt sich aus für diese Berufsgruppe, wie die Grafik zeigt:


Versicherungskaufleute nach Berufserfahrung

Hier die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

Betriebsgröße: In Betrieben mit weniger als 100 Beschäftigten beträgt das durchschnittliche Monatseinkommen der Versicherungskaufleute 2.878 Euro. In Betrieben mittlerer Größe klettert es im Durchschnitt auf 3.465 Euro, und in Betrieben mit mehr als 500 Beschäftigten ist der Durchschnittsverdienst mit 3.739 Euro am höchsten.

West-Ost-Gefälle: Während in Westdeutschland eine Versicherungskauffrau oder ein Versicherungskaufmann durchschnittlich 3.471 Euro erhält, bekommt sie oder er in Ostdeutschland nur 3.083 Euro. In den neuen Bundesländern verdienen damit Versicherungskaufleute rund elf Prozent weniger als ihre Kolleg/innen in den alten Bundesländern.

Tarifbindung: Versicherungskaufleute profitieren von der Tarifbindung. In tarifgebundenen Betrieben liegt ihr Monatseinkommen mit durchschnittlich 3.669 Euro rund zwanzig Prozent über dem Gehalt ihrer Kollegen und Kolleginnen in nicht tarifgebundenen Betrieben.

Berufserfahrung: Sie zahlt sich aus. So beträgt das Monatseinkommen von Versicherungskaufleuten mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung im Schnitt 2.451 Euro, bei zehn bis vierzehn Jahren Berufserfahrung steigt es auf rund 3.283 Euro und bei mehr als zwanzig Jahren Berufserfahrung klettert es auf rund 4.232 Euro.

Überstunden: Rund 57 Prozent der Versicherungskaufleute arbeitet im allgemeinen mehr als vertraglich vereinbart. Zirka 60 Prozent davon bekommen dafür eine entsprechende Bezahlung oder Freizeitausgleich, knapp 40 Prozent erhalten keine Überstundenvergütung.

Komplette Untersuchung des WSI-Tarifarchivs in der Hans-Böckler-Stiftung (PDF, 90 kB)

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