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Weihnachtsgeld 2011: Tarifgebundene profitieren

erstellt von rumbie zuletzt verändert: 14.11.2011 15:51


Rund 55 Prozent der Beschäftigten erhalten eine Jahressonderzahlung in Form eines Weihnachtsgeldes. Rund 16 Prozent erhalten eine Gewinnbeteiligung und 19 Prozent erhalten sonstige Sonderzahlungen. Zu diesem Ergebnis haben bei der Online-Umfrage des WSI-Tarifarchivs der Hans-Böckler-Stiftung rund 16.000 Beschäftigte beigetragen. Eindeutig profitieren die Beschäftigten von einer Tarifbindung ihres Arbeitgebers. Beschäftigte mit Tarifbindung erhalten zu 71 Prozent ein Weihnachtsgeld, Beschäftigte ohne Tarifbindung dagegen nur zu 43 Prozent.

Weihnachtsgeld 


Hier die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

Betriebsgröße: Je größer der Betrieb, umso eher gibt es Weihnachtsgeld. Beschäftigte in Betrieben mit mehr als 500 Beschäftigten erhalten zu rund zwei Dritteln eine Sonderzahlung, in Betrieben unter 100 Beschäftigten sind es nur 48 Prozent.

West/Ost: Nach wie vor gibt es Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Im Westen bekommen 60 Prozent Weihnachtsgeld, im Osten lediglich 39 Prozent der Beschäftigten.

Berufserfahrung: Je länger das Berufsleben dauert, umso größer ist die Chance auf ein finanzielles Extra zum Fest. Bei einer Berufserfahrung von weniger als fünf Jahren gibt es das für knapp die Hälfte der Beschäftigten, der Anteil steigt auf 62 Prozent bei mehr als 20 Jahren im Job.

Einkommenshöhe: Beschäftigte mit höheren Einkommen erhalten häufiger Weihnachtsgeld. Bei einem monatlichen Bruttoeinkommen bis zu 1.500 Euro kommen nur 29 Prozent in den Genuss, in der Einkommensklasse von 4.000 bis 5.000 Euro sind es 67 Prozent. Ab 5.000 Euro Monatsverdienst gibt es seltener Weihnachtsgeld, dafür häufiger gewinnabhängige Jahressonderzahlungen.

Männer/Frauen: Von den Frauen erhalten 53 Prozent eine Sonderzahlung, bei den Männern sind es 57 Prozent.

Tarifbindung: Arbeitnehmer/innen profitieren eindeutig von einer Tarifbindung ihres Arbeitgebers. 71 Prozent der Beschäftigten, die nach Tarifvertrag bezahlt werden, können sich auf ein Weihnachtsgeld freuen. Bei den Beschäftigten ohne Tarifbindung sind es dagegen nur 43 Prozent.

Grundsätzlich sehen in den meisten Wirtschaftszweigen die geltenden Tarifverträge ein Weihnachtsgeld vor, so das WSI-Tarifarchiv. Es wird überwiegend als fester Prozentsatz des Monatseinkommens berechnet. Diese Prozentsätze haben sich 2011 im Vergleich zu den Vorjahren kaum verändert. In Branchen, in denen es in diesem Jahr tarifliche Lohnerhöhungen gab, steigen auch die tariflichen Weihnachtsgelder. Die Spanne reicht von plus 1,1 Prozent im öffentlichen Dienst und 2,7 Prozent in der Metallindustrie über 3 Prozent im Baugewerbe West und im Einzelhandel bis zu 4,1 Prozent in der chemischen Industrie.

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