Was verdienen Köchinnen und Köche?

Lohnspiegel.de - Einkommen von Köchinnen und Köche

Das Bruttomonatseinkommen von Köchinnen und Köchen beträgt ohne Sonderzahlungen auf Basis einer 38-Stunden-Woche im Durchschnitt 2.047 Euro. Dieses Ergebnis beruht auf einer Online-Umfrage des LohnSpiegel, an der sich rund 1.100 Angehörige dieser Berufsgruppe beteiligt haben.

Köch/innen

 

Hier die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick:

Die Betriebsgröße zählt: In Betrieben mit mehr als 500 Beschäftigten verdienen die Köchinnen und Köche mit durchschnittlich 2.694 Euro deutlich mehr als die Beschäftigten in Betrieben mit weniger als 100 Beschäftigten, die auf 1.963 Euro kommen.

Berufserfahrung zahlt sich aus: In aller Regel steigt das Einkommen mit der Dauer der Berufserfahrung. Dies gilt auch für Köchinnen und Köche. Bei einer Berufserfahrung unter fünf Jahren beträgt das durchschnittliche Monatseinkommen 1.921 Euro. Bei mehr als zwanzig Jahren steigt es auf 2.306 Euro. Dies bedeutet einen Einkommenszuwachs von 385 Euro.

Köchinnen verdienen weniger als Köche: Im Durchschnitt bekommen Frauen in diesem Beruf rund 19 Prozent weniger als Männer. Bei Betrachtung der Mittelwerte liegt das Einkommen von Köchinnen mit 1.732 Euro rund 413 Euro unter dem der Köche in Höhe von 2.145 Euro.

In Westdeutschland wird mehr verdient als im Osten: Während eine Köchin oder ein Koch in den alten Bundesländern im Durchschnitt 2.183 Euro erhält, bekommen ihre Berufskolleg/innen in Ostdeutschland nur 1.609 Euro. In den neuen Bundesländern verdienen also Köch/innen rund 26 Prozent weniger als in den alten Bundesländern.

Köch/innen profitieren von der Tarifbindung: In tarifgebundenen Betrieben liegt ihr Monatseinkommen mit durchschnittlich 2.314 Euro rund 21 Prozent über dem Gehalt ihrer Kollegen und Kolleginnen in nicht tarifgebundenen Betrieben.

Überstunden sind die Regel: Rund 63 Prozent der Köch/innen arbeitet im allgemeinen mehr als vertraglich vereinbart. Zirka 42 Prozent von ihnen bekommen dafür eine entsprechende Bezahlung oder Freizeitausgleich, knapp 48 Prozent erhalten keine Überstundenvergütung.

Komplette Untersuchung des WSI-Tarifarchivs in der Hans-Böckler-Stiftung (PDF, 66 kB)

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