Bankkaufleute

Das Bruttomonatseinkommen von Bankkaufleuten beträgt ohne Sonderzahlungen auf Basis einer 39-Stunden-Woche durchschnittlich rund 3.879 Euro. Dies ergibt sich aus 656 Datensätzen, die mit der Online-Umfrage von LohnSpiegel.de zwischen 2010 und Anfang 2015 erhoben wurden.

Bei dem Beruf „Bankkauffrau/-mann“ handelt es sich um einen Ausbildungsberuf mit einer Ausbildungsdauer von 3 Jahren. Bankkaufleute beraten ihre Kunden in allen Geldangelegenheiten. Sie eröffnen Bankkonten, informieren über Kontoführung und Onlinebanking und wickeln Kundenaufträge im in- und ausländischen Zahlungsverkehr ab. Sie weisen Kunden auf die verschiedenen Möglichkeiten der Geld- und Kapitalanlage hin und bearbeiten Privat- und Firmenkredite. Zudem schließen sie Bausparverträge, Lebensversicherungen und andere Verträge ab und erledigen Aufträge zur Ein- oder Auszahlung von Bargeld. Darüber hinaus führen sie Kontrollen im Rechnungswesen durch und überwachen die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und innerbetrieblicher Richtlinien. Bankkaufleute finden Beschäftigung in Kreditinstituten wie Banken und Direktbanken, Girozentralen, Sparkassen und Bausparkassen an Börsen oder im Wertpapierhandel (Quelle: Bundesagentur für Arbeit).


Die Auswertung kommt im Einzelnen u. a. zu folgenden Ergebnissen:
 

  • Berufserfahrung
    In aller Regel steigt das Einkommen mit der Dauer der Berufserfahrung. Dies gilt auch für die Berufsgruppe der Bankkauffrauen und -männer. Bei einer Berufserfahrung bis zu einem Jahr beträgt das durchschnittliche Monatseinkommen 2.829 Euro, bei mehr als zwanzig Jahren steigt es auf 4.526 Euro. Dies bedeutet einen Einkommenszuwachs von 1.697 Euro.
  • Tarifbindung
    Bankkaufleute profitieren von der Tarifbindung. In tarifgebundenen Betrieben liegt ihr Monatseinkommen mit durchschnittlich 3.937 Euro rund zwölf Prozent über dem Gehalt ihrer Kolleg/innen in nicht tarifgebundenen Betrieben. Insgesamt geben gut 86 Prozent der Bankkauffrauen und -männer an, dass in dem Betrieb, in dem sie arbeiten, ein Tarifvertrag gilt.
  • Überstunden
    Rund 49 Prozent aller befragten Bankkaufleute geben an, im Allgemeinen mehr als vertraglich vereinbart zu arbeiten. Gut 70 Prozent bekommen dafür eine entsprechende Bezahlung oder Freizeitausgleich. Bei knapp 30 Prozent aller Befragten werden die Überstunden überhaupt nicht bezahlt. Dies gilt für 37 Prozent aller Befragten aus nicht tarifgebundenen Betrieben und 29 Prozent der Befragten aus tarifgebundenen Betrieben.
  • Arbeitszeit
    Die durchschnittliche vertragliche Arbeitszeit der Bankkaufleute beläuft sich auf 38 Stunden in der Woche, während die tatsächliche Arbeitszeit etwa 41 Stunden beträgt. Bei gut drei Prozent aller Befragten ist eine vertragliche Arbeitszeit von mehr als 40 Stunden festgelegt. Jedoch geben etwa 44 Prozent an, tatsächlich mehr als 40 Stunden in der Woche zu arbeiten.
  • Zufriedenheit
    Im Vergleich mit allen Beschäftigten im LohnSpiegel sind die Bankkaufleute in allen Kategorien zufriedener. Auf einer Skala von 1 (überhaupt nicht zufrieden) bis 5 (in jeder Hinsicht zufrieden) liegen ihre Durchschnittswerte in den Kategorien Arbeitszufriedenheit, Zufriedenheit mit der Bezahlung, der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie der Menge an Freizeit stets über den Werten aller Beschäftigten im LohnSpiegel. Die Bankkauffrauen und -männer geben ebenfalls ein vergleichsweise geringeres Maß an beruflicher Belastung zu Protokoll.

 

Weitere Informationen
Die komplette Auswertung (pdf)