Bürokauffrau

Im Monat verdienen Deutschlands Bürokaufleute ohne Sonderzahlungen brutto im Durchschnitt 2.250 Euro - auf der Basis einer 38-Stunden-Woche. Das ist Ergebnis einer Online-Umfrage des Lohnspiegels, an der sich rund 3.400 Bürokauffrauen und -männer beteiligt haben. Die Einkommen in den erfassten Branchen schwanken zwischen 2.060 Euro im Grundstücks- und Wohnungswesen und 2.430 Euro im Wirtschaftszweig Maschinenbau.

Bürokaufleute nach Betriebsgröße

„Bürokaufmann/-frau“ ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Allerdings wird zum Ausbildungsjahr 2014/2015 die Ausbildung in den Büroberufen neu geordnet, sodass die drei Berufe „Bürokaufmann/-frau“, „Fachangestellte/r für Bürokom-munikation“ sowie „Kaufmann/-frau für Bürokommunikation“ von dem neuen Beruf „Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement“ abgelöst werden. Zu den Aufgaben von Bürokaufleuten gehören kaufmännische Aufgaben in Bereichen wie Buchführung, Personalverwaltung oder Rechnungsbearbeitung und sie koordinieren zudem Termine, bereiten Besprechungen vor oder bearbeiten den Schriftverkehr. Ihr Arbeitsplatz ist die Verwaltungsabteilung von Unternehmen aller Wirtschaftsbereiche (Quelle: Bundesagentur für Arbeit).

 

Die Auswertung kommt im Einzelnen u. a. zu folgenden Ergebnissen:

 
  • Neben der Branche zählt die Betriebsgröße
    In Betrieben mit weniger als 100 Beschäftigten beträgt das Monatseinkommen der Bürokaufleute 2.150 Euro, in Betrieben mit bis zu 500 Beschäftigten klettert es im Durchschnitt auf 2.440 Euro und in noch größeren Betrieben liegt es im Schnitt bei fast 2.590 Euro.
  • Berufserfahrung zahlt sich aus
    Das Monatseinkommen von Bürokaufleuten mit bis zu einem Jahr Berufserfahrung beträgt im Schnitt 2.100 Euro, bei sechs bis zehn Jahren Berufserfahrung steigt es auf rund 2.180 Euro und bei über zwanzig Jahren Berufserfahrung klettert es auf rund 2.450 Euro.
  • Bürokaufleute profitieren von der Tarifbindung
    In tarifgebundenen Betrieben liegt ihr Monatseinkommen mit durchschnittlich 2.540 Euro rund 400 Euro über dem Gehalt von 2.140 Euro in nicht tarifgebundenen Betrieben.
  • Frauen verdienen deutlich weniger
    Im Durchschnitt liegt ihr Einkommen mit 2.185 Euro rund zwölf Prozent unter dem der Männer mit 2.500 Euro.
  • Befristet Beschäftigte sind im Nachteil
    Befristet beschäftigte Bürokaufleute erhalten ein im Durschnitt ein Monatseinkommen von 2.060 Euro und damit rund neun Prozent weniger als unbefristet Beschäftigte mit 2.270 Euro.
  • Ein Viertel arbeitet in Teilzeit
    26 Prozent der befragten Bürokaufleute geben an, Teilzeit zu arbeiten. Bei den Frauen liegt der Anteil bei 31 Prozent, während es bei den Männern nur fünf Prozent sind.
  • Überstunden werden nicht immer extra bezahlt
    Rund 38 Prozent der Bürokaufleute arbeiten im Allgemeinen mehr als vertraglich vereinbart. Gut 58 Prozent von ihnen bekommt dafür eine entsprechende Bezahlung oder Freizeitausgleich, 42 Prozent erhalten keine Überstundenvergütung.
  • Zwischen West und Ost klafft eine Lücke
    Das Einkommen der Bürokaufleute in den neuen Bundesländern liegt im Schnitt gut 18 Prozent niedriger als in den alten Ländern.

 

Weitere Informationen
Die komplette Auswertung (pdf)