Köchinnen und Köche

Das Bruttomonatseinkommen von Köchinnen und Köchen beträgt ohne Sonderzahlungen auf Basis einer 38-Stunden-Woche im Durchschnitt 2.016 Euro. Dieses Ergebnis beruht auf einer Online-Umfrage des LohnSpiegel, an der sich mehr als tausend Angehörige dieser Berufsgruppe beteiligt haben. Die Studie wurde 2015 erstellt.

Köchinnen und Köche

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Bei dem Beruf „Koch/Köchin“ handelt es sich um einen 3-jährigen anerkannten Ausbildungsberuf im Gastgewerbe (Ausbildungsbereich Industrie und Handel). Köche und Köchinnen bereiten unterschiedliche Gerichte zu und richten sie an. Sie organisieren die Arbeitsabläufe in der Küche, stellen Speisepläne auf, kaufen Zutaten ein und lagern sie fachgerecht. Sie finden Beschäftigung in erster Linie in Küchen von Restaurants, Hotels, Kantinen, Krankenhäusern, Pflege-heimen und Catering-Firmen. Darüber hinaus finden sie auch Beschäftigung in der Nahrungsmittelindustrie für Hersteller von Fertigprodukten und Tiefkühlkost und bei Schifffahrtsunternehmen (Quelle: Bundesagentur für Arbeit).

 

Hier die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick:

 

  • Köch/innen profitieren von der Tarifbindung
    In tarifgebundenen Betrieben liegt ihr Monatseinkommen mit durchschnittlich 2.274 Euro rund 22 Prozent über dem Gehalt ihrer Kollegen und Kolleginnen in nicht tarifgebundenen Betrieben. Insgesamt geben gut 47 Prozent der Köche und Köchinnen an, dass in dem Betrieb, in dem sie arbeiten, ein Tarifvertrag gilt.
  • Die tatsächliche Arbeitszeit übersteigt die vertraglich festgelegte
    Die durchschnittliche vertragliche Arbeitszeit der Köch/innen liegt bei 40 Stunden in der Woche, doch die Befragten geben an, tatsächlich noch mehr zu arbeiten. Der Durchschnitt der tatsächlichen Wochenarbeitszeit liegt bei knapp 44 Stunden. Bei etwa 25 Prozent der Befragten ist eine vertragliche Arbeitszeit von mehr als 40 Stunden festgelegt. Knapp 60 Prozent geben an, tatsächlich mehr als 40 Stunden in der Woche zu arbeiten.
  • Überstunden sind die Regel
    Rund 58 Prozent aller befragten Köch/innen geben an, im allgemeinen mehr als vertraglich vereinbart zu arbeiten. Circa 54 Prozent bekommen dafür eine entsprechende Bezahlung oder Freizeitausgleich, 46 Prozent erhalten keine Überstundenvergütung.
  • Berufserfahrung zahlt sich aus
    In aller Regel steigt das Einkommen mit der Dauer der Berufserfahrung. Dies gilt auch für Köchinnen und Köche. Bei einer Berufserfahrung bis zu einem Jahr beträgt das durchschnittliche Monatseinkommen 1.930 Euro. Bei mehr als zwanzig Jahren steigt es auf 2.265 Euro. Dies bedeutet einen Einkommenszuwachs von 335 Euro.
  • Mit ihren Arbeitsbedingungen sind Köch/innen weniger zufrieden
    Im Vergleich mit allen Beschäftigten im LohnSpiegel zeigen sich im Hinblick auf die Zufriedenheit einige Unterschiede. Auf einer Skala von 1 (überhaupt nicht zufrieden) bis 5 (in jeder Hinsicht zufrieden) liegen ihre Durchschnittswerte in den Kategorien Arbeitszufriedenheit, Zufriedenheit mit der Bezahlung, der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie der Menge an Freizeit stets unter den Werten aller Beschäftigten im LohnSpiegel. Die Köche und Köchinnen geben ebenfalls ein vergleichsweise höheres Maß an beruflicher Belastung zu Protokoll.

 

Weitere Informationen
Die komplette Auswertung (pdf)