WSI erfasst Tariflöhne und -gehälter

Der Lohn- und Gehalts-Check zeigt Ihnen, wie viel in bestimmten Berufen tatsächlich verdient wird. Er beruht auf den Angaben von Beschäftigten, die den Fragebogen von LohnSpiegel.de ausgefüllt haben. Wollen Sie hingegen wissen, welche Löhne und Gehälter nach Tarif zu zahlen sind, hilft das WSI-Tarifarchiv weiter.Hier finden Sie die tariflichen Grundlöhne und -gehälter von mehr als 200 Berufen in 50 Wirtschaftszweigen. Auch zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen finden Sie Informationen.

WSI-Tariflöhne und -gehälter

Tarifrunde 2016 - Eine Zwischenbilanz

Die Tarifabschlüsse im 1. Halbjahr 2016 liegen etwas unter denen des Vorjahres, bringen aber den nach Tarif bezahlten Beschäftigten nach Abzug der Preissteigerung gleichwohl merkliche Einkommenszuwächse. Dies ergibt sich aus der aktuellen Halbjahresbilanz, die das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung vorgelegt hat.

In den meisten Branchen wurden für dieses Jahr Tarifsteigerungen zwischen zwei und drei Prozent vereinbart. Im öffentlichen Dienst (Bund und Gemeinden) vereinbarte ver.di eine Tarifsteigerung um 2,4 Prozent in diesem Jahr und weitere 2,35 Prozent im kommenden Jahr. In der Metallindustrie erreichte die IG Metall eine Tariferhöhung von 2,8 Prozent in diesem Jahr und eine weitere Anhebung um 2,0 Prozent in 2017. In der chemischen Industrie setzte die IG BCE für dieses Jahr eine Tarifanhebung von 3,0 Prozent und für 2017 weitere 2,3 Prozent durch. Im Durchschnitt fiel die Gesamtlaufzeit der Abschlüsse mit rund 22,4 Monaten gut einen Monat länger aus als im Vorjahr mit rund 21,1 Monaten.

Berücksichtigt man auch die länger laufenden Abschlüsse aus dem Vorjahr mit Tarifanhebungen für dieses Jahr, dann errechnet sich für das Jahr 2016 für 17,7 Mio. Beschäftigte eine durchschnittliche nominale Steigerung der tariflichen Grundvergütungen von 2,5 Prozent.

 „Diese vorläufige Tarifbilanz zeigt: Die Einkommensentwicklung der tariflich Beschäftigten verläuft weiterhin positiv“, sagt Dr. Reinhard Bispinck, Leiter des WSI-Tarifarchivs. „Die Tariflöhne und –gehälter werden angesichts einer vor-aussichtlichen Preissteigerung von 0,5 Prozent in diesem Jahr im Durchschnitt real um rund 2 Prozent steigen. Damit leistet die tarifliche Lohnentwicklung erneut einen wichtigen Beitrag zur Binnennachfrage, die das Wirtschaftswachstum in Deutschland auch in diesem Jahr wesentlich trägt.

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