Verkäuferin im Einzelhandel

Das Bruttomonatseinkommen von Verkäuferinnen und Verkäufern im Einzelhandel beträgt auf Basis einer 38-Stunden-Woche ohne Sonderzahlungen durchschnittlich 1.890 Euro. Zu diesem Ergebnis der LohnSpiegel-Umfrage haben rund 1.400 Verkäuferinnen und Verkäufer beigetragen. 62 Prozent der Befragten geben an, dass sie mit ihrer Bezahlung überhaupt nicht zufrieden oder eher unzufrieden sind.

Verkäuferin im Einzelhandel

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Die Auswertung aus dem Jahr 2013 kommt u. a. zu folgenden Ergebnissen:
 

  • Berufserfahrung
    Das Einkommen der Verkäufer/innen steigt mit der Dauer der Berufserfahrung. Allerdings ist der Einkommenszuwachs nicht sehr hoch. Bei einer Berufserfahrung bis zu einem Jahr beträgt das durchschnittliche Monatseinkommen rund 1.700 Euro, bei mehr als zwanzig Jahren steigt es auf 2.030 Euro. Dies bedeutet einen Einkommenszuwachs von gerade einmal 330 Euro.
  • Männer und Frauen
    Auch im Einzelhandel gibt es einen Gender Pay Gap, denn das Einkommen der Verkäuferinnen liegt im Durchschnitt bei rund 1.830 Euro, also etwa 180 Euro unter dem ihrer männlichen Kollegen. Dies macht einen Einkommensnachteil von 8,9 Prozent aus. Zudem arbeiten Verkäuferinnen deutlich häufiger in Teilzeit - die Quote liegt bei 60 Prozent. Unter den Verkäufern haben lediglich 10 Prozent keine volle Stelle.
  • Befristung
    Verkäufer/innen mit befristeter Beschäftigung liegen mit ihrem Einkommen unter dem ihrer Kollegen/innen mit unbefristetem Vertrag. Ihr monatliches Durchschnittseinkommen beträgt 1.730 Euro. Es fällt damit gut 11 Prozent niedriger aus als das Einkommen von unbefristet Beschäftigten mit 1.945 Euro.
  • West und Ost
    Während in Westdeutschland eine Verkäuferin oder ein Verkäufer durchschnittlich 1.940 Euro erhält, bekommt sie oder er in Ostdeutschland nur 1.740 Euro. In den neuen Bundesländern verdienen Verkäufer/innen damit rund 10 Prozent weniger als ihre Kollegen/innen in den alten Bundesländern.
  • Tarifbindung
    Verkäufer/innen profitieren von der Tarifbindung. In tarifgebundenen Betrieben liegt ihr Monatseinkommen mit durchschnittlich 2.050 Euro rund 11 Prozent über dem Gehalt ihrer Kollegen und Kolleginnen in nicht tarifgebundenen Betrieben. Dieser Vorteil zeigt sich auch beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld: Über 80 Prozent der Verkäufer/innen aus tarifgebundenen Betrieben geben an, diese Sonderzahlungen zu erhalten, bei den nicht tarifgebundenen Betrieben ist das nur bei rund 45 Prozent der Verkäufer/innen der Fall.

 

Weitere Informationen
Die komplette Auswertung (pdf)