Was verdienen Bürokaufleute?

Im Monat verdienen Deutschlands Bürokaufleute ohne Sonderzahlungen brutto im Durchschnitt 2.157 Euro - auf der Basis einer 38-Stunden-Woche. Das ist Ergebnis einer Online-Umfrage von www.lohnspiegel.de, an der sich rund 3.600 Bürokaufleute beteiligt haben. Die Einkommen in den zehn erfassten Branchen schwanken zwischen 1.882 Euro im Kraftfahrzeughandel und 2.510 Euro in der Herstellung von Büromaschinen und Datenverarbeitungsgeräten.

BürokaufleuteDas Bruttomonatseinkommen von Bürokaufleuten beträgt ohne Sonderzahlungen auf Basis einer 38-Stunden-Woche durchschnittlich 2.157 Euro. Je nach Branche variiert dieses Einkommen zwischen 1.882 Euro brutto im Kraftfahrzeughandel und 2.510 Euro im Wirtschaftszweig Herstellung von Büromaschinen und Datenverarbeitungsgeräten. Dies zeigt die Online-Umfrage von LohnSpiegel.de, an der sich rund 3.600 Bürokauffrauen und -männer beteiligt haben. Die auf zehn Branchen bezogenen Daten haben ergeben:

  • Neben der Branche zählt die Betriebsgröße: In Betrieben mit weniger als 100 Beschäftigten beträgt das Monatseinkommen der Bürokaufleute 1.997 Euro, in Betrieben mit bis zu 500 Beschäftigten klettert es im Durchschnitt auf 2.314Euro und in noch größeren Betrieben liegt es im Schnitt bei 2.711 Euro.
  • Berufserfahrung zahlt sich aus: Das Monatseinkommen von Bürokaufleuten mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung beträgt im Schnitt 1.776 Euro, bei 10 bis 19 Jahren Berufserfahrung steigt es auf rund 2.300 Euro und bei über 20 Jahren Berufserfahrung klettert es auf rund 2.424 Euro.
  • Bürokaufleute profitieren von der Tarifbindung: In tarifgebundenen Betrieben liegt ihr Monatseinkommen mit durchschnittlich 2.483 Euro rund 475 Euro über dem Gehalt von 2.008 Euro in nicht tarifgebundenen Betrieben.
  • Frauen verdienen deutlich weniger: Im Durchschnitt liegt ihr Einkommen mit 2.072 Euro rund 15 Prozent unter dem der Männer mit 2.440 Euro.
  • Teilzeitbeschäftigte sind im Nachteil: Bürokaufleute in Teilzeitarbeit erhalten umgerechnet auf eine Vollzeitarbeitsverhältnis ein Monatseinkommen von 2.058 Euro, Beschäftigte in Vollzeit dagegen verdienen durchschnittlich 2.178 Euro. Dies macht rund 5 Prozent Lohnunterschied.
  • Befristung schmälert das Einkommen: Befristet beschäftigte Bürokaufleute erhalten ein um knapp 15 Prozent niedrigeres Einkommen als unbefristet Beschäftigte.
  • Überstunden werden nicht immer extra bezahlt: Rund 45 Prozent der Bürokaufleute arbeiten im Allgemeinen mehr als vertraglich vereinbart. Gut die Hälfte bekommt dafür eine entsprechende Bezahlung oder Freizeitausgleich, 43 Prozent erhalten keine Überstundenvergütung.
  • Zwischen West und Ost klafft eine Lücke: Das Einkommen der Bürokaufleute in den neuen Bundesländern liegt im Schnitt gut 23 Prozent niedriger als in den alten Ländern.

 

Komplette Untersuchung des WSI-Tarifarchivs in der Hans-Böckler-Stiftung (PDF, 97 kB)

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