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Beschäftigte mit Tarifvertrag verdienen besser. Das gilt besonders für Frauen, zeigt eine neue Untersuchung des WSI-Tarifarchivs. Nach Tarif bezahlte weibliche Beschäftigte erhalten gut neun Prozent höhere Stundenlöhne als Frauen mit vergleichbaren Tätigkeiten ohne Tarifvertrag. Bei Männern beträgt der Tarif-Vorsprung knapp sieben Prozent.

Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst von Frauen lag in Deutschland in den Jahren 2010 bis 2014 gut 19 Prozent unter dem der Männer. Zu diesem Ergebnis kommt das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung in einer neuen Analyse auf Basis der Lohnspiegel-Datenbank.

Die Online-Umfrage des Lohn- Spiegel ergab: Fast 79 Prozent der Erzieherinnen und Erzieher sind Frauen. Trotzdem verdienen sie mit durchschnittlich 2.450 Euro im Monat fast sieben Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. 716 Angehörige der Berufsgruppe nahmen an der Umfrage teil.

Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst von Frauen lag in Deutschland in den Jahren 2009 bis 2013 rund 20 Prozent unter dem der Männer. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Analyse, die das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung zum Equal-Pay-Day am 21. März 2014 vorgelegt hat.

Frauen verdienen als Fachinformatiker/innen mehr als ihre männlichen Kollegen: Im Durchschnitt liegt ihr Einkommen mit 2.661 Euro rund zwei Prozent über dem der Männer mit 2.602 Euro. Mit zunehmender Berufserfahrung dreht sich diese Einkommensdifferenz allerdings um.

Frauen mit akademischem Abschluss verdienen im Durchschnitt 21,5 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Dieses Ergebnis präsentiert das WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung anlässlich des "Equal Pay Day" am 23. März 2012. Es basiert auf einer Online-Umfrage des LohnSpiegel, an der rund 10.200 Beschäftigte mit akademischem Abschluss teilgenommen haben.

Schritt für Schritt zur Entgeltgleichheit

Die Gewerkschaften bemühen sich seit langem um Entgeltgleichheit von Frauen und Männern. Die Vereinte Dienstleistungs- gewerkschaft (ver.di) hat ein Konzept zur Durchsetzung dieses Ziels erarbeitet.

Geschlechterungleichheiten im Betrieb

In der Privatwirtschaft werden Frauen und Männer immer noch ungleich behandelt. Band 110 der Reihe "Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung" belegt diesen Befund, zeigt aber auch, wie der Missstand überwunden werden kann. Das 564 Seiten starke Buch kostet 29,90 Euro.

Mädchen hängen Jungen ab

Bessere Schulbildung und dennoch geringere Berufschancen und weniger soziale Sicherheit. Dieser Widerspruch kennzeichnet die Lage der Mädchen und Frauen in Deutschland. ->Zur Grafik

Tariflöhne und -gehälter in 150 Berufen

Von A(rzthelferin) bis Z(ugbegleiter) reicht diese Übersicht der tariflichen Grundvergütungen aus 50 Branchen - eine Spanne von der ungelernten Küchenhilfe im sächsischen Hotel- und Gaststättengewerbe bis zur Kundenberaterin im Bankgewerbe tariflichem Grundentgelt.