Frauen mit akademischem Abschluss verdienen im Durchschnitt 21,5 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Dieses Ergebnis präsentiert das WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung anlässlich des "Equal Pay Day" am 23. März 2012. Es basiert auf einer Online-Umfrage des LohnSpiegel, an der rund 10.200 Beschäftigte mit akademischem Abschluss teilgenommen haben.

Im Durchschnitt beträgt der Unterschied rund 17 Prozent. Das zeigt eine spezielle Auswertung des WSI-Tarifarchivs auf der Grundlage der "LohnSpiegel"-Umfragedaten.

Schritt für Schritt zur Entgeltgleichheit

Die Gewerkschaften bemühen sich seit langem um Entgeltgleichheit von Frauen und Männern. Die Vereinte Dienstleistungs- gewerkschaft (ver.di) hat ein Konzept zur Durchsetzung dieses Ziels erarbeitet.

Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst von Frauen lag in Deutschland in den Jahren 2009 bis 2013 rund 20 Prozent unter dem der Männer. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Analyse, die das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung zum Equal-Pay-Day am 21. März 2014 vorgelegt hat.

Frauen verdienen als Fachinformatiker/innen mehr als ihre männlichen Kollegen: Im Durchschnitt liegt ihr Einkommen mit 2.661 Euro rund zwei Prozent über dem der Männer mit 2.602 Euro. Mit zunehmender Berufserfahrung dreht sich diese Einkommensdifferenz allerdings um.

Im Durchschnitt um 18,7 Prozent verdienen Frauen mit bis zu drei Jahren Berufserfahrung weniger als vergleichbare männliche Kollegen.

Geschlechterungleichheiten im Betrieb

In der Privatwirtschaft werden Frauen und Männer immer noch ungleich behandelt. Band 110 der Reihe "Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung" belegt diesen Befund, zeigt aber auch, wie der Missstand überwunden werden kann. Das 564 Seiten starke Buch kostet 29,90 Euro.

Mädchen hängen Jungen ab

Bessere Schulbildung und dennoch geringere Berufschancen und weniger soziale Sicherheit. Dieser Widerspruch kennzeichnet die Lage der Mädchen und Frauen in Deutschland. ->Zur Grafik

Tariflöhne und -gehälter in 150 Berufen

Von A(rzthelferin) bis Z(ugbegleiter) reicht diese Übersicht der tariflichen Grundvergütungen aus 50 Branchen - eine Spanne von der ungelernten Küchenhilfe im sächsischen Hotel- und Gaststättengewerbe bis zur Kundenberaterin im Bankgewerbe tariflichem Grundentgelt.

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