WSI-Tarifarchiv wertet die LohnSpiegel-Umfragen aus

Auswertungen der mit der LohnSpiegel-Umfrage gewonnenen Daten

Seit 2004 liefert der "LohnSpiegel" Daten über die Einkommen und Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmer/innen. Erhoben und ausgewertet werden sie vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung. In den WSI-Mitteilungen 1/2010 ist dazu eine Zwischenbilanz (PDF, 285 kB) erschienen. Sie liefert Antworten auf methodische Fragen der Online-Erhebung und gibt einen Überblick über die Ergebnisse zu Berufsgruppenanalysen, geschlechtsspezifischen Einkommensunterschieden und Tarifbindung. Hier die bisherigen Auswertungen:

Urlaub(sgeld) 2010: Meist 30 Tage und bis zu 2.023 Euro

Die meisten Arbeitnehmer/innen haben bis zu 30 Tage Urlaub und erhalten Urlaubsgeld, auf das sie aber nur bei entsprechendem Tarifvertrag einen Rechtsanspruch haben. Die tariflich vereinbarten Urlaubsextras schwanken je nach Branche zwischen 155 und 2.023 Euro. Das zeigt die aktuelle Auswertung des WSI-Tarifarchivs für 22 Wirtschaftszweige. Mehr dazu ...

Diplomkaufleute: Höchstes Gehalt in Düsseldorf

Im Durchschnitt 4.210 Euro brutto verdienen Diplomkaufleute und Diplombetriebswirt/innen auf Basis einer 40-Stunden-Woche. Das ergibt die Online-Umfrage des LohnSpiegel, an der sich rund 3.000 Diplomkaufleute beteiligt haben. Am besten verdient diese Berufsgruppe in Düsseldorf: durchschnittlich 4.579 Euro.

Fachinformatiker/innen: Im Durchschnitt 2.610 Euro brutto

Das Bruttomonatseinkommen von Fachinformatiker/innen beträgt auf Basis einer 38-Stunden-Woche durchschnittlich 2.610 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt - pünktlich zur CeBIT 2010 - die Online-Umfrage des LohnSpiegel, an der sich rund 860 Fachinformatiker/innen beteiligt haben.

Auswirkungen der Wirtschaftskrise:  Personalabbau, Kurzarbeit und weniger Lohn

Auf die Wirtschaftskrise reagieren viele Betriebe mit Personalabbau, Kurzarbeit und Abstrichen bei Lohn und Gehalt. Besonders deutlich sind die Auswirkungen in der Metallindustrie, wo die Kurzarbeit eine sehr große Rolle spielt. Zu diesem Ergebnis kommt das WSI-Tarifarchiv mit einer Online-Umfrage des LohnSpiegel, an der sich von August bis Dezember 2009 rund 10.000 Beschäftigte beteiligt haben.

Kraftfahrzeug-Mechaniker/innen: Im Durchschnitt 2.269 Euro brutto

Das Bruttomonatseinkommen von Kraftfahrzeug-Mechaniker/innen beträgt auf Basis einer 38-Stunden-Woche durchschnittlich 2.269 Euro. Dieses Ergebnis der Online-Umfrage von LohnSpiegel.de beruht auf den Angaben von rund 920 Kfz-Mechaniker/innen.

Weihnachtsgeld 2009: Trotz Krise Plus in vielen Branchen

Trotz der Krise fällt das tarifliche Weihnachtsgeld auch in diesem Jahr in vielen Branchen höher aus als im vergangenen Jahr. Das Plus beträgt je nach Tarifbereich zwischen 1,5 und 7,3 Prozent. Dies entspricht bezogen auf die mittlere Vergütungsgruppe einem Steigerungsbetrag zwischen 16 und 117 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt das WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung in einer Auswertung von Tarifverträgen aus 23 Branchen. Mehr dazu ...

Berufsanfänger/innen: Frauen vom Start weg benachteiligt

Bereits beim Berufsanfang verdienen Frauen deutlich weniger als Männer: Die Einkommen von Frauen mit bis zu drei Jahren Berufserfahrung liegen im Durchschnitt um 18,7 Prozent unter denen vergleichbarer männlicher Kollegen. Zu diesem Ergebnis kommt das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung in einer vom Bundesfrauenministerium in Auftrag gegebenen Untersuchung

IT-Systemadministrator/innen: Im Durchschnitt 3.199 Euro brutto

IT-Systemadministratoren/innen verdienen - auf der Basis einer 38-Stunden-Woche - im Durchschnitt 3.199 Euro brutto im Monat. Das ergibt sich aus der Auswertung der Online-Umfrage von LohnSpiegel.de, an der sich rund 1.370 IT-Systemadministratoren/innen beteiligt haben. Dabei reicht das Bruttoeinkommen von monatlich 2.804 Euro im Großhandel über 3.304 Euro in der Druckindustrie bis zu 3.601 Euro im Bankgewerbe.

Mindestlöhne: In Westeuropa über 8,40 Euro

Auch in der Wirtschaftskrise sind in wichtigen europäischen Ländern die Mindestlöhne leicht gestiegen. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung. Sie leisten einen Beitrag, die Wirtschaft zu stabilisieren.

Techniker/innen: Im Durchschnitt 3.170 Euro brutto

Das Bruttomonatseinkommen von Technikerinnen und Technikern beträgt auf Basis einer 38-Stunden-Woche durchschnittlich 3.170 Euro. Je nach Fachrichtung variiert dieses Einkommen zwischen 3.802 Euro bei Chemietechniker/innen und 2.175 Euro bei Zahntechniker/innen. Dieses Umfrage-Ergebnis von LohnSpiegel.de beruht auf den Angaben von rund 5.000 Technikerinnen und Technikern. Mehr dazu ...

Bankkaufleute: Im Durchschnitt 3.621 Euro brutto

Das Bruttomonatseinkommen von Bankkaufleuten beträgt auf Basis einer 39-Stunden-Woche durchschnittlich 3.621 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt die Online-Umfrage von LohnSpiegel.de, an der sich 1.470 Bankkaufleute beteiligt haben. Mehr dazu ...

Bürokaufleute: Im Durchschnitt 2.157 Euro brutto

Das Bruttomonatseinkommen von Bürokaufleuten beträgt ohne Sonderzahlungen auf Basis einer 38-Stunden-Woche durchschnittlich 2.157 Euro. Je nach Branche variiert dieses Einkommen zwischen 1.882 Euro brutto im Kraftfahrzeughandel und 2.510 Euro im Wirtschaftszweig Herstellung von Büromaschinen und Datenverarbeitungsgeräten. An der Online-Umfrage von www.lohnspiegel.de haben sich rund 3.600 Bürokauffrauen und -männer beteiligt. Mehr dazu ...

Ingenieur/innen: Im Durchschnitt 4.341 Euro brutto

Das Bruttomonatseinkommen von Ingenieuren und Ingenieurinnen beträgt ohne Sonderzahlungen auf Basis einer 40-Stunden-Woche durchschnittlich 4.341 Euro. Je nach Fachrichtung variiert dieses Einkommen zwischen 4.478 Euro bei Maschinenbauingenieur/innen und 3.175 Euro bei Ingenieur/innen für Raumplanung. Je höher der Abschluss, desto höher ist auch der Verdienst. Berufserfahrung zahlt sich aus. Frauen verdienen als Ingenieurinnen deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen. Zwischen West- und Ostdeutschland besteht ein beträchtliches Einkommensgefälle. In größeren Betrieben wird mehr verdient als in kleinen, in tarifgebundenen mehr als in tariflosen Betrieben. Mehr dazu ...

 

Ansprechpartner in der Hans-Böckler-Stiftung:
Dr. Reinhard Bispinck
Leiter des WSI-Tarifarchivs
Tel.: 0211-7778-232
E-Mail: Reinhard-Bispinck@boeckler.de

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